Royaumont

 

Royaumont - regalis mons - ein wahrhaft königliches Kloster war lange Zeit das Lieblingskloster des französischen Königshauses. Neben Ludwig dem Heiligen, der das Koster stark förderte und mit zahlreichen Privilegien ausstattete, wurden auch andere Angehörige des Königshauses hier bestattet. Königlich ist auch die Anlage. Großzügig angelegt und aus einem Guß verkörpert das Kloster das ausgereifte Idealbild des Zisterzienserklosters. Elegant und herrschaftlich strahlen die Räume den Geist der Perfektion aus, der nur wenig zu tun hat mit dem bescheidenen Anfang in den Sümpfen von Cîteaux. Die großartige gotische Abteikirche, eine Kathedrale der Zisterzienser, teilte das Schicksal der meisten französischen Abteien. Sie wurde verkauft und abgetragen. Die enge Verbindung zum Königshaus, Leibeigenschaft und Zölle für das königliche Kloster verkörperten das verhaßte alte Regime, das die Revolution beseitigte.
Dennoch überlebte das königlichste Kloster der Ordens den Wandel der Zeiten: als Tempel des neuen Zeitalters beherbergte es nun eine Fabrik, eine Baumwollspinnerei. Nach verschiedenen Versuchen der Wiederbesiedelung wurde Royaumont 1964 zu einem internationalen Kulturzentrum umgestaltet und ist heute zur Besichtigung freigegeben.

Fotos: Achim Fürniss, Mai 2013
Alle Rechte beim Autor, Copyright

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Daten

Gründung: 1228
Ursprgl. Name: Aulmont
Lat. Name: Regalis mons
Filiation: Ebene 2
Cîteaux
Royaumont
Töchter: (1)
Realvalle 1277
Aufhebung: 1791 Franz. Revolution
heutige Nutzung: Privatbesitz, Kulturzentrum

Infos

Lage: etwa 35 nördlich von Paris bei Asnières-sur-Oise (Île de France, Dep. Val d'Oise, F), Karte (Google Map)
Links: Wikipedia DE
Wikipedia FR
Stiftung Royaumont FR
Literatur:
Zutritt: Museum, Besichtigung gegen Eintritt möglich