Santes Creus

 

Das Kloster zu den Heiligen Kreuzen (Santes Creus) gehört zu den schönsten Klöstern des Ordens, die ich besucht habe. Nicht nur die landschaftlich schöne Lage (auf einem Hügel - nicht im Tal wie vorgeschrieben), sondern auch die Qualität der königlichen Abtei ziehen den Besucher in ihren Bann. Das Kloster besticht nicht durch ihre monumentale Größe wie Royaumont oder Alcobaca, sondern durch die ästhetische Komposition der klassischen Elemente: einen bezaubernden Kreuzgarten mit herrlichem Maßwerk und einem fast mystischen Brunnenhaus, dem gelblich warmen Kalkstein, einer wirklich strengen und schlichten Klosterkirche und einem einfachen holzgedeckten aber herrschaftlichen Dormitorium.

Noch mehr: das Spiel aus Licht und Schatten in südländischer Atmosphäre, die warme Luft im Gegensatz zu den kühlen Räumen, der kahle Stein und das helle Sonnenlicht, das den Raum durchdringt und darauf seinen Schatten wirft. Dazu eine wunderbar erhaltene Klosteranlage mit zahlreichen Nebengebäuden. Im Kloster finden sich zahlreiche lokale Besonderheiten wie das herrlich filigrane Maßwerk in den Fenstern des Kreuzgangs oder den eigentümlichen Figuren in den Kapitellen des Kreuzgangs, die sonderbare Geschichten von den Versuchungen des Mönchslebens erzählen und auf unübliche Weise die Aufmerksamkeit des Betrachters auf sich ziehen. Für mich kann ich sagen: alles absolut sehenswert!

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Daten

Gründung: 1152
Lat. Name:
Filiation: Ebene 4
Clairvaux FR
Grandselve FR
Santes Creus ES
Töchter: (2)
Valdigna 1279 ES
Altofonte 1307 IT
Aufhebung: 1835 in der desamortización aufgegeben
heutige Nutzung: Museum

Infos

Lage: 15km östlich von Montblanc (Provinz Tarragona, Katalonien, ES) Karte (OpenStreetMap)
Links: Wikipedia DE
Wikipedia CAT
La ruta del Cister CAT/FR/EN/ES
Literatur:
Zutritt: Eintritt

Gründungslegende

Santes Creus bedeutet zu den „heiligen Kreuzen“, denn es wurde in der Nähe einer Gruppe von Kreuzen gegründet. Sie wurden zur zur Erinnerung an eine Lichterscheinung errichtet. Zweimal zogen die Mönche in der Anfangszeit um, bevor sie sich schließlich 1158 an ihrem heutigen Standort im Tal des Flüsschens Gaià niederließen in der Nähe der bereits erwähnten Kreuze. (vgl. Wikipedia aaO.).