Schöntal

 

Die barocke Klosteranlage von Schöntal gehört zu den schönsten Spätzeugen der Ordensarchitektur. Malerisch gelegen in einer Flusswindung der Jagst fügt sich die Klosteranlage wunderbar in das bezaubernde Landschaftsbild ein. Die vollständig erhaltene Anlage beweist, dass man sich auch noch in späterer Zeit den Tugenden zisterziensischer Baukunst verpflichtet fühlte: der gerade geschlossene Chor, der einfache Dachreiter, die bescheidene Strenge des Klosterhofes, der sich immer noch um nur ein Geviert anordnet mit zwei verlängerten Flügeln, das einfache Baudekor und die moderate Ausstattung der Klosterkirche. Schöntal ist so etwas wie eine - für seine Zeit - moderne Neuauflage der alten Ordensdisziplin.

Vom alten Klosterhof aus gesehen präsentiert sich die Kirche und die neue Abtei in voller Pracht. Die schlossartige Gestaltung unterstreicht Macht und Reichtum der Abtei. Vergessen sind hier die Schwierigkeiten, die Schöntal in seiner Geschichte zuweilen hatte. Nach der Säkularisierung waren die Klostergebäude evangelisches Seminar. Nicht wenige württembergische Pfarrer verbrachten hier ihre Schulzeit. Heute dienen die Gebäude als katholisches Bildungshaus und Fortbildungsstätte.

 
 
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Daten

Gründung: 1188
Lat. Name: vallis speciosa
Filiation: Ebene 7
Morimond
Bellevaux
Lützel
Neuburg
Maulbronn
Schöntal
Töchter: (0)
Aufhebung: 1802 Säkularisation
heutige Nutzung: Kath. Bildungshaus

Infos

Lage: Bei Jagsthausen nördlich von Künzelsau im Jagsttal (Baden-Württemberg, D) Karte (Google Map)
Links: <LINKhttps://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Sch%C3%B6ntal>Wikipedia DE
Kloster Schöntal
Bildungshaus Kloster Schöntal
Klöster in Badem-Württemberg
Urkunden Landesarchiv BW
Historische Ansicht des vorbarocken Klosters
Literatur: